Frau Höpker bittet zum Gesang

Frau Höpker bat zum Gesang am 26. September 2015

Macht Singen glücklich? Gehört haben wir das oft, aber diesmal wollten wir es ausprobieren: Die AWO, Eigentümerin unseres ZWAR Basisgruppen-Treffs Herten-Mitte an der Schürmannswiese, präsentierte ein „Mitsingkonzert“ mit Katrin Höpker (Köln) im Gemeinschaftshaus Wulfen-Barkenberg. Als einziger männlicher Teilnehmer durfte ich mit. Zunächst geplant als Busfahrer (wichtig), nach Wegfall des Busses dann als Quotenmann (nicht ganz so wichtig).

Denn die Frauenquote bei Frau Höpker stimmt, und das seit Jahren. Dennoch war ich bei weitem nicht der einzige männliche Teilnehmer. Die gelernte Pianistin, Band-Gründerin und Sängerin bei diversen Größen des Schlagergeschäfts bietet mit großem Erfolg ihre Mitsingkonzerte an; der Kreis der Teilnehmer wächst stetig und geht über alle Altersstufen.

Die Texte werden mittels des Computersystems „Phillip“ an die Wand projiziert und die Dame selbst macht „Musik zum Mitsingen“ aus einem schier unerschöpflichen Repertoire. Ob Popsongs oder Schlager, ob Volkslied oder Evergreen: Frau Höpker kennt alle und spielt alle. Fast zumindest.

Sie versteht es, die Stimmung im Saal aufzunehmen und in immer neue Richtungen zu lenken. Das Publikum wird zum Chor und gestaltet selbst den Rest. Als gebürtiger Rheinländer hätte ich mir natürlich ein paar „zünftige“ Karnevalslieder gewünscht. Allerdings: So richtig zum Schunkeln taugt der Westfale dann doch nicht.

Dennoch verging die Zeit wie im Fluge…

Letzte Zugabe: „Der Mond ist aufgegangen“ (Volkslied). Vielleich zum „Runterkommen“ gedacht, die Stimmung im Saal wurde tatsächlich schlagartig ruhig. Dann jedoch gingen wir in die Nacht hinaus, und alles war da: Der Mond, der Wald, und der weiße Neger Wumbaba. Und ich krieg‘s nicht mehr aus dem Kopf…

Wie man hört, wird Frau Höpker im nächsten Frühjahr ein weiteres Mal zum Gesang in Barkenberg bitten, schließlich hat sie ihre ersten Lebensjahre genau dort verbracht. – Willkommen und stets gern, Frau Höpker!

Georg Rüth